Diabetes Typ 2 Glossar

Diabetes Wissen
für ein zuckerfreies Leben

Diabetes Typ 2 Glossar

A - C

D - F

  • Diabetische Ketoazidose

    Übersäuerung infolge von Insulinmangel. Fehlt es den Körperzellen an Glukose, greifen sie auf einen anderen Stoffwechselweg zurück, bei dem unter anderem gespeicherte Fette zu Ketonen abgebaut werden. Nach und nach reichern sich die Ketone auch im Blut an und führen dazu, dass der pH-Wert sinkt, das Blut also übersäuert.

  • Diabetische Nephropathie

    Nierenschädigung durch langjährig erhöhten Blutzucker.

  • Diabetische Neuropathie

    Nervenschädigung, häufig in den Füßen, durch Diabetes.

  • Diabetisches Fußsyndrom

    Wundheilungsstörung an den Füßen, teils mit Nervenschädigung.

  • Diabetes mellitus Typ 1

    Autoimmunerkrankung mit Zerstörung der Beta-Zellen.

  • Diabetes mellitus Typ 2

    Stoffwechselerkrankung mit Insulinresistenz.

  • Diabetologie

    Fachgebiet zur Erforschung und Behandlung von Diabetes.

  • Diätassistent:in / Ernährungsberater:in

    Spezialist:innen für Ernährungstherapie bei Diabetes.

  • Eiweiß

    Eiweiße liefern Baumaterial für Muskeln, Haut, Haare und Nägel. Sie helfen aber auch beim Aufbau und der Reparatur von Gewebe und sind wichtig für die Funktion des Immunsystems.

  • Endokrinologie

    Medizinisches Fachgebiet, das sich mit Hormonen und Stoffwechsel befasst.

  • Ernährungspyramide

    Orientierungshilfe für eine ausgewogene Ernährung.

  • Essensbolus

    Kurzwirksames Insulin zur Abdeckung von Mahlzeiten.

  • Fastenblutzucker

    Blutzuckerwert nach mindestens 8 Stunden Nüchternheit.

  • Folgeerkrankungen

    Langfristige Schäden durch schlecht eingestellten Diabetes (z. B. Augen, Nieren, Nerven).

  • Diabetisches Koma

    Extrem hohe Blutzuckerwerte können ein diabetisches Koma zur Folge haben. Ein diabetisches Koma ist eine durch Insulinmangel schleichend ausgelöste lebensgefährliche Stoffwechselentgleisung.

G - I

J - M

  • Ketone

    Stoffwechselprodukte bei Fettverbrennung; bei Diabetes Hinweis auf Insulinmangel.

  • Ketoazidose

    Lebensgefährliche Stoffwechselentgleisung bei Insulinmangel (v. a. Typ 1).

  • Kohlenhydrate

    Sie unterscheiden sich in ihrer Größe und Zusammensetzung. Dem Körper dienen sie primär als Energielieferant. Als unverdauliche Substanzen (Ballaststoffe) dienen sie der Verdauungstätigkeit. Sie bestehen aus unterschiedlich langen Ketten von Einfachzuckern.

  • Kontrollierte Ernährung

    Wichtiger Bestandteil des Diabetesmanagements.

  • Langzeitinsulin

    Auch Basalinsulin genannt, ist eine Art Insulin, das den Grundbedarf des Körpers an Insulin über einen längeren Zeitraum abdeckt. Es wird verwendet, um einen konstanten Blutzuckerspiegel zu gewährleisten und den Insulinbedarf während des Tages zu decken.

  • LADA (Latent Autoimmune Diabetes in Adults)

    Spät auftretender Typ-1-ähnlicher Diabetes.

  • Mehrfachzucker (Polysaccharide)

    Kohlenhydrate, aufgebaut aus einer großen Anzahl von Monosacchariden (Einfachzuckern). Sie werden auch langkettige Kohlenhydrate oder komplexe Kohlenhydrate genannt.

  • Metformin

    Häufig eingesetztes orales Antidiabetikum bei Typ-2-Diabetes.

  • MODY (Maturity Onset Diabetes of the Young)

    Erblich bedingte Diabetesform, die typischerweise in der Jugend oder im jungen Erwachsenenalter auftritt.

  • Monosaccharide (Einfachzucker)

    Grundlegendste Kohlenhydrate, die nicht durch Hydrolyse in kleinere Einheiten aufgespalten werden können und damit sofort in das Blut gelangen.

N - P

Q - T

  • Retinopathie

    Augenerkrankung durch Diabetes, kann zur Erblindung führen.

  • Sensor

    Gerät zur kontinuierlichen Glukosemessung im Unterhautfettgewebe.

  • Somogyi-Effekt

    Morgendliche Hyperglykämie durch nächtliche Hypoglykämie.

  • Typ-1-Diabetes

    Autoimmunerkrankung, insulinpflichtig.

  • Typ-2-Diabetes

    Häufigste Diabetesform, oft durch Lebensstil beeinflussbar.

  • Tagesprofil

    Mehrfache Blutzuckermessung über den Tag zur Kontrolle.

U - W

  • Überzucker

    Bei einer Überzuckerung (oder auch Hyperglykämie) steigt der Blutzuckerwert über 13,9 mmol/l. Bei sehr hohen Werten handelt es sich um einen akuten Notfall. Es kann zum lebensbedrohlichen diabetischen Koma kommen.

  • Unterzuckerung

    Bei einer Unterzuckerung (Hypoglykämie) fällt der Blutzucker in einen zu niedrigen Bereich, sodass Symptome wie beispielsweise Schwitzen, Zittern, Hungergefühl bis hin zu Bewusstseinstrübungen auftreten.

  • Urinzucker

    Glukose im Urin, Hinweis auf erhöhten Blutzucker.

X - Z

  • Zuckerkrankheit

    (Veraltete) Bezeichnung für Diabetes mellitus.

  • Zweifachzucker (Disaccharide)

    Ein Zweifachzucker oder Disaccharid ist ein Kohlenhydrat-Molekül aus zwei Einfachzuckern, welche vom Körper aufgespalten werden müssen bevor sie ins Blut gelangen.